Glarner Schabziger im Nationalen Milchwirtschaftlichen Museum in Kiesen

Über 560 Jahre Tradition zum Anfassen
Im Nationales Milchwirtschaftliches Museum ist derzeit eine Sonderausstellung dem Glarner Schabziger gewidmet. Besucherinnen und Besucher erhalten spannende Einblicke in unsere über 560-jährige Geschichte sowie in die Herstellung und Entwicklung unseres einzigartigen Schweizer Markenprodukts.
Ein besonderes Highlight der Ausstellung ist eine historische «Zigerriibi» als detailgetreue Puppenhaus-Manufaktur. Sie zeigt eindrücklich, wie die typischen Schabziger-Stöckli früher von Hand gepresst wurden – damals noch mit Muskelkraft und einem Holzhammer. Gleichzeitig wird sichtbar, wie der gereifte Rohziger im sogenannten Kollergang fein verarbeitet wurde.
Die Zigerriibi – Das Herzstück der traditionellen Zigerherstellung
Im Mittelpunkt steht die sogenannte Zigerriibi, auch als Kollergang bekannt. Diese mechanische Vorrichtung spielte eine zentrale Rolle bei der traditionellen Herstellung von Schabziger. Zwei schwere Steinläufer bewegten sich kreisförmig über einen flachen Bodenstein und zerrieben dabei den gereiften Rohziger. Gleichzeitig wurden Salz und Schabzigerklee sorgfältig untergemischt.
Durch dieses sogenannte «Kollern» entstand die feine Konsistenz, die typisch für den Glarner Schabziger ist, bevor die Masse in die bekannten Stöckli-Formen gepresst wurde.
Die Ausstellung ermöglicht einen faszinierenden Blick zurück in eine Zeit, in der echtes Handwerk den Alltag prägte und der Ursprung unseres heutigen Glarner Schabzigers entstand. Sie zeigt eindrücklich, wie viel Handarbeit und Erfahrung früher in jedem einzelnen Stöckli steckten – und wie sich die Herstellung im Laufe der Zeit weiterentwickelt hat.
Ein Besuch lohnt sich für alle, die mehr über die Herkunft, Geschichte und Herstellung des Glarner Schabzigers erfahren möchten.
Ausstellungsinformationen
Dauer
Bis 31. Oktober
Adresse
Nationales Milchwirtschaftliches Museum
Bernstrasse 15
3629 Kiesen
Öffnungszeiten
Mittwoch: 14.00–17.00 Uhr
Sonntag: 13.00–17.00 Uhr
Mehr Informationen zur Ausstellung finden Sie utner
museumkiesen.ch